Ausflug zur Schule am Bullenhuser Damm und zur KZ-Gedenkstätte Neuengamme

 

Am 23.01.2015 fuhren die Klassen 9a, 10a und 10b zu der Schule am Bullenhuser Damm und zu der KZ- Gedenkstätte Neuengamme nach Hamburg. Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Die erste Gruppe besuchte zunächst die „Schule am Bullenhuser Damm“ und die zweite die „KZ- Gedenkstätte Neuengamme“. Am Bullenhuser Damm zeigte uns Joachim Lietzke das Gebäude und erklärte uns den geschichtlichen Hintergrund. Am 20.April 1945 wurden 20 jüdische Kinder aus Polen, Italien, Frankreich, den Niederlanden und Jugoslawien in der Schule am Bullenhuser Damm ermordet. An den Kindern wurden zuvor im KZ Neuengamme medizinische Versuche vorgenommen. Mit ihnen starben zwei französische Mediziner und zwei niederländische Krankenpfleger. In derselben Nacht starben am Bullenhuser Damm auch 24 sowjetische Kriegsgefangene. Als uns das erzählt wurde mussten wir erstmal schlucken und wurden sehr nachdenklich. Das so etwas mit kleinen Kindern gemacht wurde, konnten wir nicht verstehen.

Wir sind danach noch zum Rosengarten gegangen, der direkt neben der alten Schule ist. Der Rosengarten ist ein Garten, wo Rosen angepflanzt werden, damit man sich an die verstorbenen Kinder erinnert. Nach dem Besuch am Bullenhuser Damm waren wir in der KZ Gedenkstätte Neuengamme in Hamburg. Wir wurden von einem jungen Mann im KZ herumgeführt. Zuerst waren wir in der Ausstellung “Zeitspuren“,  die in einem alten Häftlingsblock errichtet wurde. Dort erzählte er uns die Geschichte von dem KZ und wie die Menschen dort gelebt haben. In der Ausstellung sahen wir alles über die Häftlinge, was sie besaßen, was sie für Kleidung hatten und was sie gemacht haben. In der Ausstellung waren noch Abbildungen und Modelle über die Gebäude im KZ. Nach der Ausstellung sind wir auf den Appellplatz gegangen. Dort wurde uns noch einmal alles über die Gebäude erzählt und was auf dem Appellplatz gemacht wurde. Von dort aus gingen wir einen Weg entlang wo wir das SS Lager, das ehemalige Kommandantenhaus,  die Überreste der JVA Neuengamme, das Klinkerhaus, das Plattenhaus und die Gedenkstätte sahen, wo die Führung dann auch endete. In der Gedenkstätte waren alle Namen der Toten an den Wänden aufgelistet. Wir möchten uns ganz herzlich bei der ev. Kirche bedanken, die uns den Ausflug durch einen finanziellen Zuschuss ermöglichte.