Die Kino-Fahrt

Die ganze Hauptschule Otterndorf fuhr wie jedes Jahr in der Schulkino- Woche  (02.03.2018) nach Cuxhaven in das Bali- Kino. Zur Auswahl standen  drei unterschiedliche Filmtitel:  "Findet Dorie", "Auf Augenhöhe" und "Alles gut".

 

Findet Dorie:

Vater Merlin hat seinen Sohn Nemo gefunden, warum sollte das Dorie nicht mit ihren Eltern gelingen? Als Fischlein hatte sie sich einst verirrt und ihr Zuhause verloren. Glücklich mit ihrem Leben im Korallenriff, scheint sie nichts zu vermissen. Bis sie eines Tages eine Beobachtung macht, die ihr Langzeitgedächtnis aktiviert: In Bruchstücken erinnert sie sich an früher und stellt sich die Frage: Wo ist meine Familie? Unverzüglich, sozusagen schwimmender Flosse, begibt sich Dorie auf die Suche. Der Weg führt sie aus dem Pazifik in ein Institut für Meeresbiologie. Hier trifft sie einen zwar mürrischen, aber hilfsbereiten Oktopus, der nur noch sieben Tentakel hat. Ein Walhai ist kurzsichtig, und der Belugawal klagt über Probleme mit dem Echolot. Bei ihnen ist Dorie, mit löchrigem Kurzzeitgedächtnis und sporadischer Konzentrationsschwäche, in bester Gesellschaft. Alle helfen und Dorie weiß: Am Ende wird alles gut. Soviel Optimismus ist ansteckend!

 

 

 

Auf Augenhöhe:

Welch’ eine Entdeckung! In einer Kiste hat Michi einen Brief gefunden, den seine Mutter einst einem Mann schicken wollte, der wohl sein Vater ist. Seit dem Tod der Mutter lebt der mittlerweile Zehnjährige im Heim. Hier überbieten sich die Jungs in den Schilderungen von Vorzügen und Stärken ihrer – abwesenden – Väter. Wie gern würde Michi da mithalten! So schreibt er dem vermeintlichen Vater und bittet um ein Treffen. Die Vorfreude ist groß, die Enttäuschung jedoch gewaltig, als er Tom zum ersten Mal erblickt. Dieser Mann ist absolut nicht auf der Höhe von Michis Vorstellungen. Dann lieber ins Heim zurück! Hier aber kommt es zu einer katastrophalen Begegnung und einer Demütigung ohnegleichen von Vater und Sohn. Michi zieht zwar zu Tom, aber es dauert, bis er ihn vor seinen neuen Freunden nicht länger als »Hausmeister« verleugnet, sondern mit anderen Augen sieht.

 

 

 

Alles gut:

Regisseurin Pia Lenz begleitete für ihre Dokumentation ein ganzes Jahr lang zwei Flüchtlingsfamilien in Hamburg. Die Familie des achtjährigen Roma-Jungen Djaner reiste 2015 aus Mazedonien nach Deutschland ein, wo Djaner in Hamburg eine Schule besucht. Er lernt mit Hilfe von Lehrern und Mitschülern die Sprache und findet langsam Anschluss an die Gesellschaft. Doch Djaners Familie droht die Abschiebung – wird der Junge also gleich wieder entwurzelt? Die Familie von Adel muss sich mit anderen Herausforderungen der Integration auseinandersetzen: Gerade erst sind seine Frau und seine vier Kinder aus Syrien nachgezogen und nun muss er eine Wohnung finden und seine Tochter, die elfjährige Ghofran, muss in der Schule mit einer völlig neuen Situation zurechtkommen: Die Klassenkameradinnen des Mädchens dürfen Fahrradfahren und sich schminken, was Ghofran zunächst ablehnt.