Förderkonzept / Forderkonzept HS Otterndorf!                                     

 

 

 

Klassen 5 – 10:

 

  -    In den ersten zwei Wochen nach den Sommerferien findet eine Diagnosewoche in den Klassen 5 – 10 statt. 

 

  -     Hierfür wird für die Fächer Deutsch und Mathematik das Diagnoseprogramm von Westermann genutzt. Für das Fach Englisch wird das Diagnoseprogramm von Diesterweg genutzt.

 

   -     Die Klassen 5, 7 und 9 machen den Haupttest, die Klassen 6, 8 und 10 den Nachtest (Evaluation).

 

  -   Die Diagnoseergebnisse werden im Förderordner der Schülerinnen und Schüler allen Lehrkräften zugänglich gemacht. Außerdem werden die Ergebnisse den Eltern und den Schülerinnen und Schülern über die Mitteilungsmappe übermittelt.

 

  -    Das erstellte Fördermaterial und Fordermaterial wird für jeden Schüler und jede Schülerin in einem Ordner im Klassenraum bereitgestellt.

 

  -      Zum Fordern wird zusätzliches Material erstellt (Fachlehrer).

 

 -     Fördern und Fordern findet im Fachunterricht statt. Zusätzlich wird das Material in Vertretungsstunden verwendet. Im Fachunterricht wird in jedem Fach eine Doppelstunde pro Monat für den Förderunterricht eingeplant. Der Förderunterricht wird im Klassenbuch festgehalten.

 

  -     In den Klassen 9 und 10 ergibt sich das Fördern und Fordern in den Fächern Mathematik und Englisch auch durch die Einteilung in Leistungskurse.

 

  -     Nach einer Probephase von einem Jahr wird das Konzept evaluiert.

 

1. Allgemeiner Förderunterricht

 

Die Klassen 5 und 6 erhalten zwei Stunden in der Woche Förderunterricht, der durch die Klassenlehrkraft in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachlehrern in Mathematik und Deutsch erteilt wird. Die Inhalte des Förderunterrichts richten sich nach den Ergebnissen der Diagnostik und dem Förderplan.

 

1.1. Diagnostik

Zu Beginn der 5. Klasse wird mit allen Schülern eine Diagnostik durchgeführt. In Mathematik wird der Demat4 und in Deutsch der HSP4-5 durchgeführt. Für die einzelnen Schüler werden Profile erstellt.

 

1.2 Fördermaßnahmen

Auf Basis der Ergebnisse werden individuelle Förderziele festgelegt. Es wird individualisiertes Fördermaterial durch die jeweiligen Fachlehrer in Mathematik und Deutsch zusammengestellt und in Förderordnern bereitgestellt. Die Schüler arbeiten selbständig und in eigenem Tempo während des Förderunterrichts oder auch im Vertretungsunterricht in ihren Ordnern.

 

1.3 Evaluation des Förderunterrichts

Die Ordner werden regelmäßig durch die Fachlehrer stichprobenartig kontrolliert und aufgefüllt. Am Anfang der 6. Klasse wird erneut ein Test zur Evaluation geschrieben und neue Förderziele festgelegt.

 

1.4. Förderplan

Die Testergebnisse und die jeweiligen Förderziele, sowie die aktuelle Entwicklung werden in einem Förderplan dokumentiert. Die ausgewerteten Tests und der Förderplan werden in einem Ordner im Lehrerzimmer verwahrt.

 

 

 

2. Förderschwerpunkt Lernen

 

Alle Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich Lernen werden durch die zuständige Förderschullehrkraft betreut. Sie werden Zieldifferenz Unterrichtet. Der Unterricht kann im Klassenverband und in Kleingruppen erfolgen. Der zieldifferente Unterricht im Klassenverband, beratend begleitet durch die Förderschullehrkraft, wird wenn möglich vorgezogen, um eine möglichst weitgehende Inklusion zu ermöglichen.

Der Unterricht der Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf im Bereich Lernen orientiert sich an den SAP der Wittmackschule Otterndorf.

Treten bei einem Kind, das nicht durch die Grundschule überprüft worden ist, während der Diagnostik am Anfang des Schuljahres und in den ersten Unterrichtswochen große Lernschwächen auf, sollte umgehend die Förderschullehrkraft zur weiteren Beratung hinzugezogen werden. In Absprache mit dem Klassenlehrer, der Förderschullehrkraft und den Fachlehrern kann die Schulleitung ein Verfahren zur Überprüfung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs einleiten.

 

 

3. Förderschwerpunkt Emotional- Sozial

 

In den Klassen wird bei Bedarf mit einem Token- System gearbeitet. Die Schüler setzen sich Wochenziele und beurteilen am Ende jedes Schultages ihr Verhalten. Die Lehrkraft und die Mitschüler äußern sich ebenfalls, ob das Ziel erreicht wurde. So sollen sie lernen, ihr eigenes Verhalten einzuschätzen und ihre Wirkung auf andere zu reflektieren.

In Zusammenarbeit mit dem Cux- Bus wird ein Sozialtraining erarbeitet, das alle 5. Klassen durchlaufen sollten. Im Rahmen dieses Trainings sollen die Schüler verschiedene Handlungsstrategien in Konfliktsituationen kennen lernen und einüben.

In Konfliktsituation im Unterricht können einzelne Schüler in den Trainingsraum, der durch einen Lehrer betreut wird, geschickt werden. Hier reflektieren die Schüler angeleitet durch eine Lehrkraft schriftlich ihr Verhalten und beschreiben alternative Handlungsmöglichkeiten.

Bei schwierigen familiären und sozialem Umfeld kann der Schulsozialarbeiter, Herr Chrappek, hinzugezogen werden. Dieser stellt ggf. Kontakt zu den Erziehungsberechtigten und dem Jugendamt her.

Bei zusätzlichem besonderem Förderbedarf können die Förderschullehrkräfte der Schule oder der Cux- BUS zur Beratung hinzugezogen werden. Besteht der Bedarf an Langanhaltender, besonderer Förderung bei einzelnen Schülern, kann in Absprache mit der Klassenleitung, dem Cux- BUS, den Förderschullehrkräften und der Schulleitung ein Verfahren auf Überprüfung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf eingeleitet werden. Die weitere Förderung erfolgt dann im Rahmen der im Gutachten empfohlenen Maßnahmen und wird durch den Cux- BUS evaluiert.

An der Hauptschule Otterndorf wurde in Zusammenarbeit mit dem Cux-BUS ein Programm zur Verbesserung der sozialen Kompetenzen ausgewählt, dass im Nachmittagsbereich mit Schülern mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung durchgeführt wird. Lehrkräfte haben an einer Qualifizierungsmaßnahme für dieses Programm teilgenommen. Ziel dieses speziellen Sozialtrainings ist es, den Schülern Fähigkeiten zur Selbstreflexion und Handlungsalternativen zu vermitteln. Dieses Programm findet in den Nachmittagsstunden statt und wird von den Förderschullehrkräften der Schule und dem CuxBUS beratend unterstützt (siehe Projektbeschreibung „Ich schaff's).

 

4. Förderschwerpunkt Motorik/ Hören und Sehen/ Sprache

Bei Auffälligkeiten in diesen Bereichen kann der jeweilige mobile Dienst hinzugezogen werden. Dieser empfiehlt konkrete Maßnahmen, die im Unterricht beachtet werden. Werden Schüler von Schulassistenten begleitet, werden diese in den Unterricht mit einbezogen und nehmen an Klassenaktivitäten teil. Sind Schüler mit Auffälligkeiten in diesen Bereichen noch nicht in der Grundschule überprüft worden, wird bei Bedarf eine Überprüfung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs eingeleitet.

 

 

6. Förderschwerpunkt Deutsch als Zweitsprache

Ein Konzept zur Förderung von Schülern, die Deutsch als Zweitsprache erlernen, wird von der Fachkonferenz Deutsch entwickelt.

 

 

7. Übergang Schule Beruf

Schüler mit Förderbedarf werden im Rahmen des schuleigenen zertifizierten Konzepts (Pro Berufsorientierung) beim Übergang zur Berufsschule oder in eine Ausbildung zusätzlich durch den Berufseinstiegsberater Herrn Viol und den Schulsozialarbeiter Herrn Chrappek unterstützt.

Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf werden durch das Arbeitsamt Stade betreut. Sie nehmen, wenn möglich, an den allgemeinen Berufsbildenden Maßnahmen teil, werden aber nicht durch den Berufseinstiegsberater betreut. Schüler mit Förderbedarf nehmen, unterstützt durch die Förderschullehrkraft, an den allgemeinen Schulpraktika teil.

 

 

8. Evaluation

Das vorliegende Konzept wird regelmäßig in den Fachkonferenzen und Dienstbesprechungen evaluiert und erweitert

 


Zuletzt aktualisiert 20.01.2016 J/M